#Satzmitx

Heute war ich wieder in der Heidelberger Fussgängerzone und hätte ein weiteres Portraitfoto gemacht. Ich hätte eine junge Dame angesprochen, weil mir ihre hellen Augen auffielen. Sie hätte mir erzählt, dass sie aus Russland kommt, schon 5 Jahre in Deutschland ist und jetzt Translation / Übersetzen in Heidelberg studiert, russisch und englisch. Ich hätte ihr dann mein Projekt vorgestellt und sie hätte Zweifel gehabt, sich fotografieren zu lassen, weil sie sich nicht für fotogen hielt. Ich hätte ihr vorgeschlagen, dass wir ein Foto machen und sie dann bewerten kann, ob es ihr gefällt oder ich es löschen soll. Ich hätte dann die Camera genommen, kurz das Licht eingemessen und dann ein tolles Bild von ihr gemacht, weil ich schon durch den Sucher gesehen hätte, dass diese Augen der Hammer waren.
Das alles ist heute auch tatsächlich passiert. Alles, bis auf die Tatsache, dass ich das Bild nicht gemacht habe. Warum? Das fragt ihr lieber meine teure Alu-Magnesium-Plastik-Combo mit der teuren Scherbe vorne dran, die sich Camera nennt und just in der Sekunde, wo ich den Auslöser gedrückt hatte, den Dienst verweigerte. Und wieso das? Keine Ahnung. Aber wahrscheinlich klebte das Problem zum Zeitpunkt des Unglücks grad mit dem Auge an der Augenmuschel, freute sich auf ein tolles Bild und vergaß an dem Tag, dass Akkus bezüglich ihrer Leistung kälteempfindlich sind (was die Protagonistin – wie gesagt aus Russland – nicht als Grund gelten ließ).
Also was tun? Nicht ärgern, auf das nächste Bild freuen und beim nächsten Mal ’nen Zweitakku in der warmen Hosentasche mitführen.

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