Fotoprojekt

Ich liebe die Fotografie! Ich liebe meine 5d markII! Toll, toll, toll!

Nein, Drogen sind nicht im Spiel, nur Euphorie. Wieso das alles? Der Reihe nach…
Vor 3 Jahren hat Markus Schwarze ein Fotoprojekt durchgeführt, welches er Picture of the Day nannte. Ich bin irgendwann im letztes Drittel dieses Projektes auf ihn, sein Projekt und seine dazugehörige Website gestossen. Markus hatte sich vorgenommen, jeden Tag ein Bild zu machen und zu veröffentlichen. Ziemlich bald bemerkte er, dass er am liebsten Menschen fotografiert, und hat sich daraufhin im Projekt nur noch auf Portraits konzentriert. Er ist – meist in der Mittagspause – losgezogen und hat Menschen auf der Straße angesprochen und sie fotografiert. Entstanden sind tolle interessante und sehenswerte Portraitaufnahmen, die er dann online stellte.
Was hat das nun mit mir und meiner Euphorie zu tun?
Ich spiele momentan mit dem Gedanken, ähnliches auch zu tun. Ich weiß noch nicht, wie es genau aussehen wird, aber es soll um Menschen gehen, regelmäßig sein und mit Fotografie zu tun haben :-). Zu diesem Zwecke bin ich letztes Wochenende losgezogen und habe – im besten Markus-Stil – Menschen auf der Straße angesprochen und sie fotografiert. Ich wollte erst einmal nur wissen, wie es sich anfühlt, wie es abläuft, worauf ich achten muss, was möglich ist und wie die Menschen reagieren. Und ich muss sagen, das is schon irgendwie cool. Natürlich gab es Menschen, die nicht fotografiert werden wollten. Aber ich hatte auch zwei, die sich bereit erklärten. Diese beiden Bilder möchte ich euch hier und jetzt präsentieren. Sie sind grad frisch auf die Festplatte geschrieben und das ist der Grund, wieso ich mich so freue. Sie sind jetzt sicher nicht DIE Portraits, aber sie erfüllen einige Ziele, die ich damit erreichen wollte und daher freue ich mich, dass sie was geworden sind. Da das alles noch in der BETA-Phase ist, trägt es den Arbeitstitel „Gesichter“ und ist mit „a b c …“ numeriert.

#a Captain01a#1 Captain
Mein erstes Ziel war dieser nett schauende Mann. Ich saß am Jungfernstieg in Hamburg, fror mir den Allerwertesten ab und überlegte, wie man solch ein Projekt umsetzen könnte, und sah mich dabei nach passenden Gesichtern um. Einer der wenigen zu dieser Jahreszeit noch fahrenden Alsterdampfer machte gerade fest und ein Schiffsangestellter verabschiedete und begrüßte alte und neue Fahrgäste. Dank einer langen Leitung kam ich erst auf die Idee, von ihm ein Foto zu machen, als das Schiff gerade dabei war, wieder abzulegen :-(. Eine Dreiviertelstunde später kam es aber wieder und ich nutze die Gelegenheit. Hin, Vorhaben erklärt und gefragt, ob ich ihn fotografieren dürfte. „Ja, kannst machn“ war die im breitesten Hamburgisch vorgetragene Antwort. Als er das Ergebnis sah, meinte er noch „sieht besser aus als das, das die Bild-Zeitung von mir gemacht hat, das war Mist“. Ich weiß also, wo ich mal anfangen kann, wenn ich als Ingenieur nichts mehr tauge :-).

#a FamilyGuy01a#2 Family Guy
Beim zweiten Bild bin ich in die Europapassage gegangen. Ich wollte eigentlich ein Bild vor einer breiten Treppe aufnehmen und positionierte mich an dieser. Nach einiger Zeit hatte ich diesen Mann gesehen und war mir sofort sicher, dass ich von ihm ein Bild machen wollte. Er steuerte aber direkt mit seiner Ehefrau und drei Töchtern in ein Schuhgeschäft, konnte also länger dauern :-). Von dem Schuhgeschäft ging es zwar schnell, aber nicht weniger zielsicher in ein zweites Geschäft und es hieß für mich wieder warten. Nach einer Ewigkeit von 15min (15min sind durchaus eine Ewigkeit, wenn du dieses Foto auf Biegen und Brechen machen möchtest) kam er mit seiner Familie wieder raus und steuerte direkt auf mich zu. Zu meiner Überraschung sprach er englisch, was mich in die Verlegenheit brachte, dass ich mein Vorhaben im Englischen erklären musste. Es hat sich wohl aber auch im Englischen ausreichend gut angehört und so konnte ich mein zweites Protraitfoto machen.

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4 Responses to Fotoprojekt

  1. Barbara says:

    Toll, toll, toll!!!!!!!!!

  2. Kiki says:

    Du solltest dir Visitenkarten oder so zulegen mit der Webadresse des Projekts. Damit du dann den Leuten was in die Hand geben kannst und sie das Ergebnis sehen können. Finde ich auf jeden Fall spannend. Aber werd kein Stalker 😉

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