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Nach einer längeren Durststrecke, während der an Fotografieren kaum zu denken war, habe ich in den letzten Tage wieder vermehrt Zeit gefunden zu fotografieren und Bilder zu bearbeiten (und es fühlt sich gut an 🙂 ). Im Zuge dessen habe ich mein Portfolio ein wenig aktualisiert und mit neuen Bildern gefüttert.
Diesen Arbeitseifer möchte ich ausnutzen, um nun schlussendlich mein 365Tage-Projekt offiziell und vorzeitig zu beenden, die Gründe hatte ich hier schon einmal erwähnt. Ich muss aber gestehen, dass mir dieser Abbruch relativ leicht fällt, was aber nicht daran liegt, dass mich das Projekt in letzter Zeit mehr belastet als Spaß spendet. Beim Beginn des Projektes schreibe ich „Grenzen, Vorgaben oder rote Fäden gibt es hier keine“. Das stimmte auch ein stückweit, aber natürlich hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung an das Projekt. Ich wollte Neues ausprobieren, ein wenig aus meinem Fotografen-Alltag ausbrechen, andere Facetten der Fotografie kennenlernen und meinen Horizont erweitern. ‚Ne Idee spinnen und mithilfe des Projektes die Idee auch mal umsetzen, ohne den Druck oder den Anspruch zu haben, dass es beim ersten Mal funktionieren muss. Ich kann glücklicherweise behaupten, dass das geklappt hat. Ich frage mich bei einer Foto-Idee nicht mehr, ob und wie es in mein Portfolio passt, ob es mich weiterbringt oder doch nur vergeudete Zeit ist. Ich mache es einfach, höre das Klicken des Spiegels beim Auslösen und bin glücklich :-). Mein Ziel des Projektes habe ich also erreicht, ich kann das Projekt somit beruhigt ad acta legen und mich anderen Dingen zuwenden. Ich freue mich schon drauf!

365Tage / 261

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Ich befürchte, dass ich diese Worte schnell bereuen werde, aber ich fürchte noch viel mehr, bei meinem 365Tage-Atem ist die Luft raus. Das letzte Bild ist schon einige Tage alt, die mittlerweile dunkle Jahreszeit bietet mir genug Ausreden, nicht zu fotografieren und dieser Druck, Fotografieren zu müssen, kotzt mich ein wenig an. Aktuell ist dieses Projekt alles andere als eine Freude oder ein Spaß, sondern einfach nur lästig, zeitraubend (wenn ich dann doch mal die Cam in die Hand nehme) und unattraktiv. Sich dann trotzdem zu motivieren, ist ob der Zeitknappheit Priorisierung in letzter Zeit nicht wirklich geschehen. Wenn ich mir den Zeitraum bis Ende Januar, wenn mein Projekt enden würde, anschaue, sehe ich auch kaum eine deutliche Besserung. Ausserdem habe ich die eigentlichen Ziele, die ich hatte, bereits erreicht. Von daher wäre der Abbruch des Projektes konsequent, richtig und eine Entlastung. Blöd nur, dass ich mich dagegen sträube. 261 von 365 Bilder schon geschossen zu haben, ist ne klasse Leistung, jetzt aufzuhören irgendwie blöd. Ausserdem wäre es nach zwei Marathonvorbereitungen und einem 52Wochen-Projekt das nächste Projekt, das ich cancel, was dem Selbstvertrauen nicht gerade gut tut. Und wenn man dann noch Kommentare wie „Ja cool, noch ein ein 365 Tage Projekt! Und Du bist ja schon ziemlich weit“ bekommt, geht man ganz tief in sich, um noch den letzten Rest Motivation zusammenzukratzen. Und ich weiß, wenn ich jetzt doch noch die Kurve kriege, wäre das in meinen Augen eine mega Leistung, auf die ich sehr stolz wäre. Aber ich weiß auch, dass all das nichts wert ist, wenn ich nicht dran glaube, dass ich das Projekt beenden kann. Alles Mist, ich glaub, ich schlaf noch ne Nacht drüber…