#26 world vision

#26worldvision

Nach einer kleinen Pause gibt es heute mal wieder ein Portraitbild. Ich war bei bestem Frühlingswetter in der Heidelberger Innenstadt unterwegs und traf dort unter anderem auf Larry. Wir redeten kurz und er erzählte mir, dass er ab nächster Woche nicht mehr in Heidelberg ist sondern andere deutsche Städte aufsuchen möchte. Ich habe mich mittlerweile fast dran gewöhnt, dass ich bei meinen fotografischen Streifzügen durch die Altstadt von Heidelberg früher oder später seinen kräftige Stimme höre, ich bei ihm stehenbleibe und wir dann ein paar Worte schnacken.
Nun aber zum heutigen Bild: Direkt neben Larry war ein Stand von World Vision aufgebaut, an dem vier junge Menschen Passanten ansprachen, informierten und  nicht zuletzt auch um Spendengelder baten. Ich hatte eigentlich wenig Lust auf solch ein Gespräch, finde solche Initiativen und Organisationen aber grundsätzlich gut, ich blieb also stehen und dachte mir „ok, hörste dir kurz an und dann geht’s weiter“. Und zack, ne dreiviertel Stunde später ging ich auch schon weiter meines Weges, klasse hinbekommen, Herr Jürgens! Aber ich muss gestehen, ich fand die Organisation wirklich interessant, meine Gesprächspartnerin sympathisch und das Gespräch angenehm. Klar, es ging darum, mich als Spender anzuwerben. Aber die Vorgehensweise war nicht blöd. Statt direkt zu bewerben, wie toll World Vision sei, was sie alles wichtiges machen etc. fragte sie mich erst einmal, wer ich sei, was ich mache und so weiter. Psychologisch gesehen nicht blöd, bei mir hat’s zumindest gewirkt :-). Um nicht am Ende mit komplett leeren Händen da zu stehen, bat ich sie um ein Bild, wozu sie trotz des üblichen „Ich-bin-unfotogen“ Geredes einwilligte. Ich nutzte die Gelegenheit, mal ein Portraitbild mit Gegenlicht zu machen, was – wenn ich mir das Ergebnis anschaue – seine Vor- und Nachteile hat. Ach ja, kleiner Hammer noch am Schluss, der mich echt sprachlos machte: Sie sagte, der deutsche Sitz der Organisation wäre bei Frankfurt, glaubt sie. Sie wisse es aber nicht genau, weil in Norddeutschland kennt sie sich nicht so gut aus. Frankfurt! Norddeutschland! Ich war baff, das sag ich euch! Als Erklärung: Sie kam aus Bayern…

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2 Responses to #26 world vision

  1. Micha D. says:

    Schöne Geschichte. ich pflege an den Anquatschet vorbeizugehen. sollte ich mal next time nicht tun. Schöne Portrait.

    • Hauke says:

      Meine Freundin hat sich schon beschwert, dass ich mich immer anquatschen lassen und dann mit „sowas“ nach Hause komme. Meine Reaktion: „Besser als mit nem Zeitungsabo“

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